Der Mann aus München

Es begab sich eines nachts (ca. Mitte Nobember 2009) folgender Mailwechsel:

 

Er: Gut, daß ich nächste Woche in Düsseldorf bin (in Verbindung mit einem „Kompliment“, die man im JC verschicken kann)

 

Ich: Aha... Wieso?

 

Er: weil D nah an Krefeld ist. Wie fühlst Du Dich? (Und ab diesem Zeitpunkt wusste ich dann worauf diese Konversation hinauslaufen würde, wenn ich das zuließe)

 

Ich: Stimmt, das sind bloss 25 km. Aber ich kann mir nicht wirklich vorstellen, dass Du mich gerne treffen möchtest, denn ich habe, wie dem aufmerksamen Leser meines Profils sofort auffallen kann, keine Modelmaße, sondern trage eine Größe 42.
Das wiederrum läuft Deinen Abneigungen doch entgegen, wenn ich das richtig gelesen habe (er hat in seinem Profil stehen, dass er Frauen nicht mag, die keine Modelmaße haben) Wie ich mich fühle? Sehr müde

 

Er: Ich kann nur sagen, daß Du mir gefällst und mich erregst. Küss mich (aha... und wo in meinen Worten bis hierher war ein Ansatzpunkt für ein „Küss mich“ versteckt? Und wie sollte das auch gehen per Email????)

 

Ich: Und Du bist Dir schon sicher, dass Du mein Profil auch gelesen hast

 

Er: Ja. Kribbelt Dein Kopf? Wie Du liebe ich Gerüche.

 

Ich: Im Moment kribbeln mehr meine Augen, und das vor Müdigkeit ;o) Gerüche sind mir sehr wichtig, das stimmt

 

Er: Mir auch. Wie riechst Du? Und: Welche Farbe haben Deine Nippel?

 

Ich: Wie ich rieche beantworte ich Dir gerne, soweit ich das kann:

Nach mir selbst in Verbindung mit replay for her.

Deine zweite Frage beendet diese Konversation hier und jetzt.  Denn Du magst zwar mein Profil gelesen haben, aber Du hast es offensichtlich genauso wenig verstanden, wie meine Antworten bis zu diesem Punkt hier.
Nur nochmal zur Erklärung: Erotik hat für mich viel mit Zwischentönen, Nuancen und Subtilität zu tun. Brechstange und Holzhammer sind für mich persönlich unerotisch. Und die Frage nach der Farbe meiner Nippel, noch dazu zu diesem Zeitpunkt, ist für mich verzweifelte "Erotik" (ich mags eigentlich gar nicht so nennen) mit Brechstange nach der Holzhammermethode. Mehr so nach dem Motto: wär doch gelacht, wenn ich das Mädel nicht doch noch dazu brächte, mir für heute Abend ne verbale W...vorlage zu liefern.

Die Farbe meiner Nippel? That's for me to know and you to go on wondering... Now I kindly bid you a good night and good luck next time.

 

Nun sollte man als geneigter Leser meinen, dass die Konversation hier ihr Ende gefunden hätte… Mitnichten!

 

Er: Sei nicht so gemein. Soviel wie Du annimmst habe ich mir nicht gedacht. Würde mich freuen, wenn Du mit  mir in D einen Kaffee trinkst (soso, und wozu will er dann die Farbe meiner Nippel wissen?)

 

Ich: Ich bin mitnichten gemein. Wüsste nicht wo und wieso. Dass Du Dir nicht soviel gedacht hast, wie ich annehme, halte ich für ein Gerücht. Und zu einem Kaffee kann und würde ich nicht nach Düsseldorf kommen, denn erstens zeigen Deine Fragen, dass es hier sicher um keinen Kaffee ginge, zweitens bin ich altmodisch, was sowas angeht und drittens will die Stadt Düsseldorf mein Auto nicht innerhalb ihrer Ortsgrenzen ( Anmerkung der Verfasserin: in Düsseldorf gibt’s nämlich eine Umweltzone, und mein alter Mini bekommt keine Plakette)

 

Er: Jetzt langsts aber. Die Stadt Düsseldorf will Dich nicht in ihren Ortgrenzen? Wo leben wir denn? Und: Was glaubst Du denn, was ich anderes wollte als einen Kaffee trinken? Dir im Café Heinemann die Bluse aufreißen???  (was weiss ich auf was für spinnerte Ideen jemand kommt, der ernsthaft nach der Farbe meiner Nippel fragt)
Ich gebe zu, daß ich über Sex mit Dir phantasiere. (ok, aber muss ich dann aktiv beteiligt sein???)
 Finde ich gut :-) (na, ich offensichtlich wohl eher nicht, dachte, das wär bis hierher schon ziemlich klar erkennbar gewesen)

 

Zwischendurch neue Mail, gleicher Absender

Er: Vielleicht stehe ich ja auf dem Schlauch. Aber eigentlich wollte ich Dír nur mitteilen, daß ich Dich anziehend finde.

Aber wenn  Dir selbst das nicht gefällt...

OH BABY!!!???

 

Ich: Wenn das ganze nicht so lustig wäre, säße ich gerade leise weinend vor dem Bildschirm.

Wie konnte ich mich nur so vertun? Aber selbstverständlich ist die Frage: Welche Farbe haben Deine Nippel? als Kompliment zu sehen!

 

Er: Ja  klar :-) Vergiß die Frage. Ich würde gern mit Dir sprechen. Können wir telefonieren. Nicht unbedingt jetzt. Vielleicht am Sonntag? Kuss

 

Ich: Ganz sicher sogar nicht jetzt. Aus zwei Gründen:
1) seh ich bisher keinerlei Anlass, meine Telefonnummer rauszurücken
2) geh ich nach Beantworten Deiner anderen Mails ins Bett, weil ich wirklich müde bin.

Sonntag? Liegt insofernhin im Bereich des Möglichen, als Du bis dahin ja noch gute 36 Stunden Zeit hast, mich davon zu überzeugen wieso ich 11 Ziffern, alternativ 12, i, Bildschirm erscheinen zu lassen.

 

Er: verstehe zwar nur Bahnhof mit den Ziffern, aber meine Nummer ist 089 xxxxxxx

Das sind 10 Ziffern

Ich küsse Dich intensiv. Oder magst Du das auch nicht? Schlimm mit Dir...

 

Zwischendurch, mit angehängtem Bild von ihm mit Eiffelturm im Hintergrund:

 

Er: Bist Du jetzt bedient

 

Ich: Sorry to say but: yes. Aber der Eifelturm gefällt mir noch genauso gut, wie das letzte Mal, als ich ihn gesehen habe

 

Er: Also: Ich bin scheiße, aber der Eiffelturm gut? (Na im Prinzip schon, aber ich habs wirklich netter ausgedrückt)

 

Ich: Nein, Du bist nich mein Typ, aber der Eiffelturm gefällt mir immer noch gut.

 

Zwischendurch, mit angehängtem Bild von seinem Gesicht.

 

Er: Liebe Urusula, warum zeigst Du Dich so im BH?

U nd warum stört es Dich, wenn es mir gefällt

 

Ich: 1) weil der BH auch nicht mehr zeigt, als jeder Bikini.

Und es stört mich überhaupt nicht, dass es Dir gefällt, was mich stört, ist der plumpe, nein, sehr plumpe Versuch, aus mir, die ich offensichtlich nicht willens dazu bin, eine Konversation herauszubringen, die Dir als W...vorlage dient.
Übrigens, wenn ich Informationen über meine intimen Körperregionen jedem augenblicklich zugänglich machen wollte, dann hätte ich entsprechende Bilder hier eingestellt.

Habe ich nicht. Sollte jedem was sagen. Genauso wie der Rest meines Profils eben

 

Er: 1) Es gefällt mir. Und es gefällt mir, daß es Sich nicht stört. Und ich habe noch nicht darüber nachgedacht, ob es ein BH ist oder ein Bikini-BH

 

2) Wir sprechen immer über Dich. Gibt es eigentlich irgend etwas, was Dir an mir gefällt??? Nur mal so als Frage... (lachwech... ich dachte, das wäre geklärt, dass ich total unattraktiv finde, heee, der Eiffelturm gefällt mir besser als der Typ...)

 

Ich: Es ist ein BH
Und wir sprechen die ganze Zeit nur über mich, weil Du ... aber da wolltest Du ja nicht mehr drüber schreiben und ich mich dagegen verwehrt habe.
Dein Mund gefällt mir, samt der Kinnpartie. Aber dass es Deiner ist, glaube ich erst, wenn ich ein Bild von Deinem Gesicht aus der Nähe gesehen habe
(Anmerkung: das Bild des Herrn zeigte genau seine Mund- und Kinnpartie).

Er (mit angehängtem Vollgesichtsbild)

Scheißanblick, oder?

Ja, war es... Mir ist glatt der Bildschirm samt Rechner ausgegangen dabei.

 

 

Gleicher Herr, gestern Abend inzwischen sind 3 Monate vergangen, aber mein Gedächtnis ist gut, er hats zwischendurch schon mal versucht):

 

Er: Ich bin verrückt nach Dir.

Ich *kopfschüttel

Er: zieh dich aus.

Ich: *doppelkopfschüttel

Er: ich bin geil auf dich

Ich: nicht mein problem. ich nicht auf dich

Er: doch.deine nacktheit.

Ich: wie gesagt, nicht mein problem, ich find an Dir NICHTS geiles!

Er: machs dir vor meinen augen. jetzt.

Ich: Junge, ich hör und seh mir gerade den genialsten Sänger aller Zeiten an. UND DU STÖRST!

Er: Wer ist das? Ich will Dich dabei spüren.

Ich: Hope you got your rocks of good and even more important: for good! Glad I could be of service... not!

Er: I love your Englih.. Spread your horny legs for me. (ok, horny ist ein “actives” Adverb, wenn ich mich nicht irre... Beine können nicht horny sein...) Show me your tasty. hairy c (Rest des Wortes entfernt).

Ich: You don't understand a word of what I write, so I might as well do it in the language I like the best.. And again, you neither get it nor do you want to...
 Hon, a guy like you can't even dream of what I might have to offer, nor will he ever get a chance to see, feel, god forbid, taste any part of me.
I am not sorry to say that you are so repulsive that I wouldn't even consider talking to you. Have I made myself clear enough?


Oder gerne auch noch einmal auf Deutsch:
 Ich finde Dich zu abstoßend, dass ich noch nicht einmal in Betracht ziehen würde, mit Dir zu reden, von jeglicher, darüber hinaus gehenden Handlung ganz zu schweigen.
Du hältst den traurigen Rekord, dass Du Dich inzwischen heute das 3. Mal in meinem Blog verewigt hast.
Und nun bitte ich Dich noch einmal, mich in Ruhe zu lassen und mich auch nicht wieder anzuschreiben.


Er: It's a pleasure to be so repulsive to you, horny tasty lady. You are making my prick even bigger with your reluctance. God, how I would appreciate tasting your ass.

Ich: Eine nette Bitte fruchtet auch nichts? Dann wohl nur eines.


Er: Yes, delete me. Do it.

 

Naja, löschen kann ich ihn ja leider nicht, aber gesperrt isser nun.

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Welcome

Das hier ist etwas, das ich schon sehr lange tun wollte.

Kurz zu mir:

Ich bin 38 Jahre alt, wohne am schönen Niederrhein, weiblich.

Da ich schone eine Weile Single bin, treibe ich mich auf diversen Seiten im Netz herum, die mit Partnerschaft und auch Erotik zu tun haben.

 Vor einiger Zeit stolperte ich auf der Suche nach einem bestimmten Thema, das hier nichts zur Sache tut, über www.Joyclub.de.

Titel der Seite: Community für stilvolle Erotik

Und ja, das ist sie eigentlich wirklich. Aber manche der dort angemeldeten Herren (und ich bin mir sicher, auch viele der Damen, bloss fehlt mir da die Erfahrung), hat wohl ein Definitionsproblem mit den Worten "stilvoll" und "Erotik". 

Desweiteren bin ich u.a. bei www.lablue.de angemeldet. Das sollte eigentlich eine Chat- und Partnerbörse sein. Ist sie auch. Aber auch hier gilt: einige scheinen da ein bisschen was zu verwechseln...

Ich habe bei beiden und noch bei ein paar weiteren Seiten Erfahrungen sammeln dürfen, Dinge erlebt, die ich persönlich zum Teil so komisch finde, dass ich sie hier verewigen werde. Selbstverständlich immer unter Wahrung der Persönlichkeitsrechte der einzelnen.

Aber die "Geschichten" sind zu gut, um sie nicht irgendwo in lustigen Anekdoten, schönen Stories... zu verwursten.

 

1 Kommentar 7.11.09 10:54, kommentieren